„STÄRKEN vor Ort“ Innenstadt

 ist ein Bundesprogramm, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vom Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert wird .

Das Programm bietet Realisierungschancen für gute Ideen, die helfen, die soziale, schulische und berufliche Benachteiligung junger Menschen in der Innenstadt Ost  zu vermeiden und für Projektideen, die den Einstieg und Wiedereinstieg von Frauen aus dem Stadtteil in das Erwerbsleben  unterstützen.

„Stärken vor Ort“ will Stärken in Offenbach/Innenstadt Ost sichtbar werden lassen, setzt auf Ressourcen und Potenziale in dem Offenbacher Stadtteil.

Umgesetzt werden können die Ideen in Mikroprojekten, die mit bis zu 10 000 € gefördert werden. Über eine mögliche Förderung entscheidet ein Begleitausschuss zum Programm STÄRKEN vor Ort in der Innenstadt/Ost. Anträge können Einzelpersonen, Vereine, Initiativen, Schulen im Stadtteil, Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbände, Unternehmen u. a. stellen. Die Lokale Koordinierungsstelle, die beim Jugendbildungswerk des Jugendamtes angesiedelt ist, berät und unterstützt, nimmt Anträge entgegen.

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Die Innenstadt Ost hat in großen Teilen „Kiezcharakter“ – Wohnquartiere, viele kleine Geschäfte von Inhabern mit Migrationsgeschichte, kleine Eckkneipen, die jeweils von Bevölkerungsgruppen unterschiedlicher nationaler Herkunft dominiert werden. Kirchen unterschiedlicher christlicher Gemeinden, Moscheen unterschiedlicher islamischer Gemeinden und eine Synagoge der jüdischen Gemeinde befinden sich in der Innenstadt Ost. Mehrere Migrantenvereine sind hier ansässig.
Auch der bekannte, lebendige, attraktive Offenbacher Wochenmarkt auf dem Wilhelmsplatz gehört zum Sozialraum. Viele Menschen unterschiedlicher Herkunft leben hier auf vergleichsweise engen Wohnraum zusammen. Zum Teil in prekären Lebensverhältnissen. Daneben finden sich kleine Inseln mit Einrichtungen der Hochkultur und kleine Inseln mit einer besser situierten Bevölkerung. Im Westen gehört eine Einkaufsmeile zum Stadtteil.

Das Programm ist auf 3 Jahre (2009 – 2011) ausgelegt und fördert die Offenbacher Innenstadt/Ost mit bis zu 100 000 € im Jahr. STÄRKEN vor Ort ist ein mit ESF Mitteln gefördertes Bundesprogramm. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vom Europäischen Sozialfond der Europäischen Union. Ein Programm des Bundes und der Europäischen Union, das hier nah an den Bürgern und Bürgerinnen ist und in dem Offenbacher Stadtteil Wirkungen erzielt.

Der Europäische Sozialfonds ist das zentrale arbeitsmarktpolitische Förderinstrument der Europäischen Union. Er leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung durch Förderung der Beschäftigungsfähigkeit, des Unternehmergeistes, der Anpassungsfähigkeit sowie der Chancengleichheit und der Investitionen in die Humanressourcen.

STÄRKEN vor Ort (Lokales Kapital für soziale Zwecke)

Das Programm STÄRKEN vor Ort übernimmt das erfolgreiche Instrument des Einsatzes von lokalem Kapital für soziale Zwecke aus dem Vorgängerprogramm und wird zugleich stärker als bisher auf jugend- und gleichstellungspolitische Ziele ausgerichtet. Im Rahmen der ausgewählten Lokalen Aktionspläne erhalten kleine Initiativen und Organisationen Mikrozuschüsse in Höhe von bis zu 10.000,- Euro zur Verbesserung der sozialen, schulischen und beruflichen Integration von jungen Menschen mit schlechteren Startchancen und von Frauen mit Problemen beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben.

Das Programm verfolgt einen niedrigschwelligen Ansatz und will diejenigen ansprechen, die durch die Regelförderung oder andere adressatenspezifische Angebote nur schwer erreichbar sind. Um eine bestmögliche Unterstützung der jungen Menschen und Frauen zu erzielen, sollen bestehende Förderangebote, z.B. Länder- und Bundesprogramme, insbesondere auch kommunale Angebote ergänzt und mit der Umsetzung des Programms verknüpft werden.

Die Programmumsetzung erfolgt dezentral in den ausgewählten Fördergebieten durch lokale Koordinierungsstellen und das lokale bzw. regionale Netzwerk.
Die Mikroprojekte werden vor Ort durch einen Begleitausschuss ausgewählt, in dem sich alle relevanten Akteure sowie die Bewohnerinnen und Bewohner und die Adressaten des Programms engagieren sollen.
Grundlage der Förderentscheidung ist der Lokale Aktionsplan, den alle Beteiligten zur Förderung der Adressaten erarbeiten und umsetzen. Diese Vorgehensweise ermöglicht maßgeschneiderte Projekte, z.B. aufsuchende und motivierende Ansätze, Projekte zur Stärkung von Schlüsselkompetenzen, zur (ersten) beruflichen Orientierung, zum Erwerb erster Fachkenntnisse oder zur Unterstützung junger Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf.
Darüber hinaus werden das Engagement und zivilgesellschaftliche Strukturen in den Fördergebieten